Neue CD mit il Gusto Barocco
Heinichen Flavio Crispo SWR/cpo, 2018











Jörg Halubek
Dirigent / Maestro al Cembalo

Jörg Halubek ist einer der vielversprechenden Spezialisten für Alte Musik, nicht nur als Dirigent, sondern auch als Cembalist und Organist. Mit dem von ihm gegründeten Barockorchester „il Gusto Barocco“ war er diesen Sommer bei der Bachwoche Ansbach als Festspielorchester geladen und erfuhr große Beachtung. Highlights der aktuellen Spielzeit sind Dirigate von Mozarts „Idomeneo“ am Staatstheater Kassel und Händels „Acis und Galatea“ in Kiew im Rahmen der Barockoper-Plattform Open Opera Ukraine, als erste ukrainische Händelinszenierung überhaupt. 2020 folgt mit „L´Orfeo“ die Weiterführung des 2017 mit seinem Ensemble „il Gusto Barocco“ begonnenen Mannheimer Monteverdi-Zyklus. Seine Entdeckung unbekannter Opern und Opernbearbeitungen, zuletzt belegt durch das Erscheinen der Ersteinspielung von Johann David Heinichens „Flavio“, setzt Jörg Halubek im Stuttgarter Wilhelma-Theater und bei den Tagen Alter Musik Herne fort mit „Cleofida“ – Händels Oper „Poro“ in der Bearbeitung von G. Ph. Telemann mit deutschsprachigen Rezitativen.

Als Gast dirigierte Jörg Halubek in den letzten Jahren u.a. an der Komischen Oper Berlin, am Staatstheater Kassel, bei den Händel-Festspielen Halle, bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, am Opernhaus Wuppertal und in der Liederhalle Stuttgart. Am Staatstheater Kassel ist er als Gastdirigent seit 2012 regelmäßig für Opernproduktionen verantwortlich, so leitete er u.a. Mozarts „Lucio Silla“, Glucks „Iphigenie“ und Händels „Saul“. Sein Interesse gilt besonders der dramatischen Aktualität der alten Stoffe und er macht sich dafür stark, die Freiheiten der Alten Musik interpretatorisch voll auszuschöpfen.

Neben seiner Tätigkeit als Dirigent ist Jörg Halubek seit dem Gewinn des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig 2004 als Cembalist und Organist im In- und Ausland tätig. Seine Expertise im Umgang mit Alter Musik belegen die preisgekrönten Einspielungen von Werken für Tasteninstrumente und Violine Johann Sebastian Bachs (2016) und Carl Philipp Emanuel Bachs (2014) mit der Barockgeigerin Leila Schayegh.

2019 startete er sein multimedial angelegtes Projekt „Bach. Das Orgelwerk“, eine Gesamteinspielung der Orgelwerke Bachs an Originalinstrumenten mit online zugänglichem Zusatzmaterial.

Der Professor für Historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule Stuttgart studierte Kirchenmusik, Orgel und Cembalo in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill. An der Schola Cantorum Basiliensis spezialisierte er sich bei Jesper Christensen und Andrea Marcon auf die historische Aufführungspraxis.