Cleofida – Wir streamen!

INFORMATIONEN zu Händel/Telemann CLEOFIDA

Zur Verlangsamung der Pandemie-Ausbreitung dürfen bis zum 30. November keine Kulturveranstaltung mit Publikumsverkehr stattfinden. Unsere konzertante Erstaufführung der Cleofida war ursprünglich mit zwei Konzerten in Stuttgart und Herne und einer CD-Produktion mit dem WDR geplant. Diese Konzerte müssen leider ausfallen. Das Ministerium erlaubt jedoch ausdrücklich den internen Arbeitsbetrieb, sodass wir nach intensiver Prüfung und Neu-Planung unsere Probenphase in der Bundesakademie Trossingen, sowie eine anschließende 3tägige Radio-/CD-Produktion, jetzt im Funkstudio des SWR nach heutigem Stand realisieren können.

Die Cleofida ist der Höhepunkt unserer Saison und steht im Zentrum der Arbeit von il Gusto Barocco. Wir wollen dieses Ereignis auch für unser Publikum retten und haben uns entschieden, eine Kurzfassung der Oper in Form eines „Geisterkonzertes“ ohne Publikum als Konzert-Stream aus der Bundesakademie Trossingen zu produzieren und Ihnen zeitversetzt am Sonntagabend über unserer Website und unseren Youtube-Kanal zur Verfügung zu stellen. Zuvor führt Julia Schwarz ein einführendes Gespräch in die Handlung und die Komposition mit Jörg Halubek.

Kunst mit Köpfchen

Das Besondere: Für die Aufnahme verwenden wir die in den 1930er Jahren entwickelte Kunstkopf-Technik. Der Kunstkopf besteht aus einer Kopfnachbildung, in der an Stelle der Ohren je ein Mikrofon angebracht ist. Wenn Sie den Stream dann mit Kopfhörern verfolgen, entsteht so der Eindruck, als würden Sie bei uns im Publikum sitzen.

PREMIERE

CLEOFIDA, Königin von Indien

Sonntag, 15.11.20 – 19 Uhr

gekürzte Online-Fassung, Dauer ca. 1h

HIER gehts zum Stream…

Er steht eine Woche lang online

SYMPOSIUM Händel – deutsch?!

Schon ab 16 Uhr veröffentlichen wir am 15.11. auf derselben Seite die Beiträge unseres geplanten Symposiums in Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Heidelberg, die Sie zur Einführung und Vertiefung sehen können. Es sprechen…

Dr. phil. Paul Tarling:
Cleofida – Entstehung und Kontext

Prof. Dr. phil. Silke Leopold:
„hart lautende Redens=Arten“: Über die Zweisprachigkeit auf der Hamburger Opernbühne

Peter Huth, Musikwissenschaftler & Dramaturg:
Telemann und die Hamburger Händel-Adaptionen – Beobachtungen am Cleofida-Manuskript

Prof. Dr. Michael Maul:
Telemanns Umgang mit italienischen Opern in Leipzig

Albrecht Puhlmann, Intendant Nationaltheater Mannheim, und Markus Bothe, Regisseur:
Bühnenpraxis der Barockoper