G.F. Händel / G.Ph. Telemann – CLEOFIDA, Königin von Indien

Konzertante Erstaufführung nach 1732

online verfügbar von So.15.11.2020 ab 19 Uhr bis So. 22.11.2020

Im Online-Stream zeigen wir eine Kurzfassung der Cleofida. Die gesamte Oper wird vom SWR aufgenommen und im Frühjahr im Programm von WDR3 und SWR2 gesendet. Zur Stuttgarter Reihe 2021 erscheint „Cleofida“ beim Label cpo auf CD.

Programm Online-Fassung:

Nr.1 Ouverture
Nr. 22 Rezitativ & Nr. 23 Duett (Cleofida & Porus)
Nr. 31 Rezitativ & Nr 32 Arie (Timagenes & Porus)
Nr. 33 Rezitativ & Nr 34 Arie (Gandartes, Cleofida, Erixena & Alexander)
Nr. 35 Rezitativ & Nr 36 Arie (Erixena & Gandartes)
Sinfonia
Nr. 45 Rezitativ & Nr 45b Arie (Alexander & Timagenes)
Nr. 46 Arie (Alexander)
Nr. 51 Rezitativ & Nr 52 Arie (Erixena)
Nr. 57 Rezitativ & Nr. 58+59 Schlusschor (alle)

Höhepunkt der diesjährigen Saison ist die konzertante Aufführung von Händels Oper „Poro, Re dell‘ Indie“ in einer deutsch/italienischen Fassung von Georg Philipp Telemann. Händels italienische Opern waren teils so populär, dass sie schon ein Jahr später nicht mehr nur in England, sondern in ganz Europa gespielt wurden – zum Beispiel unter Telemann an der Gänsemarkt-Oper. Damit sein Hamburger Publikum die turbulente Geschichte von Alexander dem Großen und seinen Verstrickungen mit dem indischen Königspaar Cleofida und Poro verstehen konnte, übersetzte Telemann die handlungstreibenden Rezitative ins Deutsche und komponierte sie neu, Händels Arien blieben original und in italienischer Sprache.

Hier gehts zum digitalen „Who`s who?“ in Cleofida

Suzanne Jerosme, CLEOFIDA (Sopran)
Florian Götz, PORUS (Bariton)
Jorge Navarro Colorado, ALEXANDER (Tenor)
Johanna Pommranz, ERIXENA (Sopran)
Leandro Marziotte, GANDARTES (Altus)
Josep-Ramon Olivé, TIMAGENES (Bass)

Il Gusto Barocco – Barockorchester
Jörg Halubek, Musikalische Leitung


SYMPOSIUM Händel – deutsch?!

In Kooperation mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg präsentieren wir das Symposium Händel – deutsch?! Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftler beleuchten zusammen mit Opernschaffenden die Cleofida und das Phänomen der zweisprachigen Barockoper.

Prof. Dr. phil. Christoph Flamm
Grußwort

Dr. phil. Paul Tarling
Cleofida – Entstehung und Kontext

Prof. Dr. phil. Silke Leopold
„hart lautende Redens=Arten“: Über die Zweisprachigkeit auf der Hamburger Opernbühne

Peter Huth, Musikwissenschaftler & Dramaturg
Telemann und die Hamburger Händel-Adaptionen – Beobachtungen am Cleofida-Manuskript

Prof. Dr. Michael Maul
Telemanns Umgang mit italienischen Opern in Leipzig

Albrecht Puhlmann, Intendant Nationaltheater Mannheim &
Markus Bothe, Regisseur
Bühnenpraxis der Barockoper